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Die Checkliste für Navigatoren: Teil 1

Mark Chisnell zeigt den Inhalt seiner Navigatortasche

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Karten der Regattastrecke

Sollte die Regatta in bekannten Gewässern stattfinden, wird das Organisatorische gleich viel einfacher. Auf dem Boot werden dann bereits alle erforderlichen Karten in den Kartenplotter an Bord geladen sein.

Wenn es sich um einen neuen Austragungsort handelt, sollte nicht erst 10 Minuten vor Rennstart geprüft werden, ob die Karten installiert sind oder nicht. Möglicherweise kann man sie online aktualisieren, aber es könnte auch sein, dass die Karten als Papierdruck gekauft und auf altmodische Weise per Post versandt werden müssen.

Wenn kein Kartenplotter an Bord ist, ist es immer klug, eine Papierkarte zu kaufen. Auch wenn es sich um Luv- oder Leekurse in sicherem Gewässer handelt, kann eine Papierkarte sehr viele Informationen zur Regattastrecke liefern: wo sich das Flachwasser bei den Gezeiten befindet, wo sich der Wind um Erhebungen drehen könnte usw.

Besorgen Sie sich die Karten frühzeitig von einem Anbieter wie Book Harbor.

Anschließend haben Sie ausreichend Zeit, um sich mit der Regattastrecke und ihrer lokalen Geografie vertraut zu machen.

Informationen zu Gezeiten und Strömungen

Es ist wichtig zu wissen, wie und mit welcher Geschwindigkeit das Wasser während der Regatta über die Strecke fließt. Selbst ohne Tide kann es zu Strömungen durch Wind oder zu Einflüssen durch einen großräumigen Effekt wie dem Golfstrom kommen.

Je nach Spezifikation und Kartenpaket verfügt der Kartenplotter des Bootes möglicherweise über diese Informationen. Sollte dies nicht der Fall sein, ist die beste Quelle für Tidenstärken und -richtungen ein Gezeitenatlas, sofern für den Austragungsort vorhanden:

Falls nicht, können diese Informationen manchmal aus einem lokalen Kalender abgerufen werden:

 Und wenn das nicht geht, kann eine E-Mail- oder ein Telefonanruf beim Segelclub, der die Regatta veranstaltet, ein paar lokale Einblicke bieten.

Stellen Sie sicher, dass alle Informationen an Bord sind, bevor das Boot zur Regattastrecke ablegt, einschließlich tagesspezifischer Informationen (wie Uhrzeit und Höhe des Hochwassers), die für die Verwendung eines Gezeitenatlas erforderlich sind. Stellen Sie anschließend sicher, dass alle, die es wissen müssen, sich dessen bewusst sind, wie sich die Strömung oder Tide am Tag verhält, bevor das Boot zur Regattastrecke kommt.

Wegpunkt-Liste

Wenn der Veranstalter eine Liste von Regattatonnen veröffentlicht, sorgen Sie dafür, dass diese in einen Kartenplotter, ein GPS-Gerät oder eine Navigationshilfe an Bord einprogrammiert sind. Ich persönlich mag es, zur Sicherheit immer noch eine Papierversion zu haben: eine Liste aller Wendemarken mit Breiten- und Längengrad und einer physischen Beschreibung. Sie kann sehr nützlich sein, um eine Kennung schnell zu überprüfen oder einen versehentlich gelöschten oder geänderten Wegpunkt erneut in das GPS oder den Kartenplotter einzugeben.

Navigationsanforderungen für Sonderregelungen

Wenn die Ausschreibung der Regatta eine Kategorie der World Sailing Offshore Special Regulations (OSR) auferlegt, ist es wichtig, im Voraus zu prüfen, ob das Boot über alles dafür Erforderliche verfügt. OSR Kategorie 3 erfordert beispielsweise nach wie vor „Seekarten (nicht nur elektronische), Leuchtfeuerverzeichnis und Navigationsausrüstung“. Vergessen Sie also nicht die Papierkarte, Parallel-Lineal, Kartenzirkel und Bleistifte. Und wo wir schon bei Bleistiften sind ...

Papier und Bleistift

Es gibt Dutzende von Dingen, von Windmessungen, Anliegewinkeln zur Startlinie, Kalibrierungen, Tidezeiten, bis hin zu Kursen und Aufgabelisten, die im Auge behalten werden müssen, und das Aufschreiben ist die einzige Möglichkeit sicherzustellen, dass nichts vergessen wird.

Hand-UKW

Der Funkverkehr ist oft ein integraler Bestandteil des Regatta-Managements. Daher ist es sinnvoll, Funk sowohl über als auch unter Deck hören zu können, sofern diese Option besteht. Wichtig ist auch sicherzustellen, dass die richtigen Kanäle vorhanden sind, wenn es sich um einen neuen Austragungsort handelt. Und vergessen Sie nicht zu überprüfen, ob alle tragbaren Geräte aufgeladen und bereit für den Renntag sind.

Die aktuelle Wettervorhersage

Es gibt eine Vielzahl von Quellen für Wettervorhersagen – vom Fernsehen und Radio bis hin zu speziellen Regatta-Meteorologen und Websites. Einige davon sind vielleicht bereits bekannt:

 www.predictwind.com

www.siriusxm.com/marineweather

https://www.windfinder.com/#3/49.5042/9.5421

https://www.windguru.cz/53

https://magicseaweed.com/North-Atlantic-Surf-Chart/2/?type=swell  

Stellen Sie sicher, dass die Prognose an Bord ist und gelesen und besprochen wurde, oder besprechen Sie sie vor dem Rennen im Crew-Briefing.

Wettervorhersage-Updates an Bord

Die Regeln beschränken das Boot während des Rennens wahrscheinlich auf öffentlich verfügbare Wetterinformationen. Ein 4G-Smartphone oder ein Laptop mit einer USB-SIM-Karte ist die beste Möglichkeit, auf diese Daten zuzugreifen. Speichern Sie die besten Links ein. Es gibt viele Websites, die nützliche Echtzeitinformationen bieten, und Google findet die meisten davon. Einige Beispiele:

https://www.weatheronline.co.uk/cgi-app/radar?LANG=en&CONT=ukuk

Damit erhalten Sie neben vielen weiteren Informationen Zugriff auf Live-Radar- und Satellitenbilder.

Und es geht auch etwas lokaler, wie beim legendären Bramblemet, das Echtzeit-Winddaten von einer Wetterstation auf der Brambles Post inmitten des Solent liefert.

http://www.bramblemet.co.uk/(S(5nkqhk2ki4r52i55rsjtl5er))/default.aspx

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