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Checkliste für Navigatoren: Teil 2

Der zweite Teil der bewährten Checkliste für Navigatoren von Mark Chisnell

Prüfen Sie die Elektronik, Betriebsanleitungen und Ersatzteile.

Der Navigator ist häufig für den Betrieb und die Wartung der Elektronik verantwortlich. Es zahlt sich aus, selbst ohne die Elektronik in der Lage zu sein, den Job zu erledigen, oder diese reparieren zu können, oder beides. Selbst wenn die Reparatur einen Techniker erfordert, lohnt es sich dennoch, das System umfänglich zu verstehen. Je mehr Informationen über ein Problem vorliegen, desto schneller kann es behoben werden.

Die an Bord mitgeführten Ersatzteile und Handbücher hängen von der Länge der Regatta, der Größe des Bootes und dem elektronischen Technik-Talent des Navigators oder anderer Crew-Mitglieder ab.

Ich schalte immer alles ein, sobald ich vor dem Rennen zum Boot komme und überprüfe dann, ob alle Sensoren sinnvolle Daten senden – insbesondere GPS, Kompasskurs, Bootsgeschwindigkeit, Windgeschwindigkeit und -richtung – und dass alles, was vernetzt sein sollte, immer noch vernetzt ist.

Alles kalibrieren

 Die Kalibrierung ist für Instrumentensysteme das, was die Lage bei Immobilieninvestitionen ist –absolut entscheidend. Lesen Sie die Handbücher, lernen Sie, wie alles funktioniert, richten Sie die Systeme sorgfältig ein,, und überprüfen Sie sie. Wenn das alles neu für Sie ist, kann ich hier gleich Werbung für mein eigenes Buch machen, das in Verbindung mit B&G geschrieben wurde:

 

Fernglas

Ich mag solche mit integriertem Kompass, damit ich entfernte Objekte anpeilen kann, ohne mit Fernglas und Handpeilkompass jonglieren zu müssen.

Handpeilkompass

Der Navigator sollte immer einen davon bei sich haben. Das ist so ziemlich der nützlichste Gegenstand an Bord, um sich mit dem Kontrahenten vergleichen zu können. Sie bieten außerdem eine nützliche visuelle Rückversicherung zum Kartenplotter, was das Vorankommen bei Gegenstrom, die Position im Verhältnis zu einer Layline und ein Dutzend andere Dinge betrifft.

 Als Tipp für den Kauf eines Handpeilers empfehle ich das, was ich als „Schocktest“ bezeichne: Hängen Sie sich den Handpeiler zunächst um den Hals, heben Sie ihn an, schauen Sie auf die Visierlinie, und messen Sie, wie lange er benötigt, bis er eine stabile Peilung angibt. Im Allgemeinen gilt: Je schneller, desto besser, auch wenn es schwieriger wird, eine stabile Peilung bei rauem Seegang zu erreichen.

Polartabelle und Zielbootsgeschwindigkeiten

Es empfiehlt sich, eine Reihe von Zielgeschwindigkeiten und eine Polartabelle an Bord zu haben. Der Bootskonstrukteur kann für beide oft ein guter Ausgangspunkt sein, und im Idealfall hat das Team ein Programm, um sie zu aktualisieren (siehe Datenprotokollierung unten).

Bei Küstenrennen auf Luv-/Lee-Kursen gibt es eine hohe Prämie für Ziel-Bootsgeschwindigkeiten beim Segeln mit VMG (gutgemachte Geschwindigkeit). Auf offener See ist die Polartabelle König.

Die Zahlen müssen dort angezeigt werden, wo Steuerleute und Trimmer sie sehen können. In der Regel sind sie entweder ins Instrumentensystem oder in den Kartenplotter programmiert, sodass sie auf einem Display, einer wasserfesten Karte oder auf beiden angegeben werden können. Es ist immer hilfreich, wenn der Navigator einen eigenen Ausdruck an Deck hat.

Aufzeichnen von Daten

Auf größeren Booten gehen immer mehr Crews zu Datenprotokollierung und Leistungsanalysen über, um die Polartabelle, Zielgeschwindigkeiten und Segelführung zu erfassen und zu aktualisieren. Das kann eine einfache und feuchte Angelegenheit sein, mit Notizheft und Bleistift. Oder es kann sich um ein umfassendes Datenprotokollierungs- und Analysepaket wie Deckman von B&G handeln. Egal, welches das Boot verwendet, stellen Sie sicher, dass es an Bord und online ist, bevor Sie ablegen.

"Was geschieht wenn?"-Kalkulator, Tabelle oder Renn-App

Mindestens erforderlich ist die Berechnung der tatsächlichen Windgeschwindigkeiten und -winkel für eine bevorstehende Kreuz, oder der Richtungen von Amwind- und Vorwind-Kursen für jede Windrichtung und Strömung. Abgesehen vom letzten Teil – der Gezeitenkompensation – stellt das für begabte Menschen keine besonders schweren Kopfrechenaufgaben dar, aber am Ende eines langen Tages kann es doch schon mal knifflig werden.

 Die Zeus- und Vulcan-Kartenplotter von B&G bieten alles, was für komplexere Aufgaben erforderlich ist. Für Langstreckenrennen lohnt es sich auch, Zeit und Geld in Wetterrouting-Software wie Deckman von B&G sowie, um guten Gebrauch davon zu machen, in deren Schulung zu investieren.

Segelanweisungen und Ausschreibung der Regatta

Es ist zwar größtenteils die Aufgabe des Taktikers, dafür zu sorgen, dass das Boot keine Regeln verletzt. Dennoch ist es keine schlechte Idee, ihm den Rücken freizuhalten, indem eine wasserfeste Kopie der Segelanweisungen an Deck und stets verfügbar ist, um das Gehirn in vergesslichen Momenten aufzufrischen – wenn es z. B. heißt: Äh, welche Farbe hatte die Ziellinie noch mal?

Protestflaggen, Protestformulare sowie ein Regelbuch

Wir alle ziehen es vor, nicht an einem Vorfall beteiligt zu sein um dann den Abend im Protestraum zu verbringen. Zumindest aber reduziert es den Stress so weit wie möglich, wenigstens die richtigen Flaggen, ein Regelbuch und die Unterlagen an Bord zu haben.

Tipps und Tricks für Ihre B&G Elektronik

Segeln mit Radar

Auf Segelbooten findet Radar sowohl in Küstengewässern als auch auf hoher See Anwendung – und das nicht nur zur Vermeidung von Kollisionen.